PIONIERINNEN

Außergewöhnliche Frauen und neue pädagogische Strömungen

Die ungarische Kinderärztin Emmi Pikler machte in den 1930er Jahren im Zuge ihrer Arbeit mit Kindern eine Entdeckung, die damals schon einen Bewusstseinswandel in der Pädagogik einleitete: Kinder brauchen Freiraum und Zeit für selbstbestimmtes Lernen in ihrem individuellen Rhythmus sowie Achtsamkeit in der Erfüllung ihrer Bedürfnisse, um sich körperlich und psychisch gut entwickeln zu können.

Die Berliner Bewegungspädagogin Elfriede Hengstenberg, eine Schülerin von Elsa Gindler, beschäftigte sich ebenfalls mit Kindern und arbeitete mit ihnen an ihrer Spannkraft, dem Balancieren und der Bewegungsfreude. Die beiden Frauen trafen und bereicherten sich gegenseitig in Budapest.

Unsere Zusammenarbeit mit ihren Nachfolgerinnen Anna Tardos und Ute Strub hat 1997 zur Gründung der Pikler-Hengstenberg-Gesellschaft Österreich geführt.
Durch den kontinuierlichen Austausch mit dem Pikler-Institut in Budapest und weiteren Pikler-Gesellschaften (Deutschland, Schweiz, Holland) entstand 2009 der Pikler-Verband Europa als Dachverband des Pikler®-Ausbildungs-Curriculums.

Durch Peggy Zeitler wurden die Beziehungen von Gindler-Schülerinnen und der Pikler®-Pädagogik wieder neu geknüpft. Sensory Awareness, die Arbeit von Charlotte Selver, die ebenfalls eine Schülerin von Elsa Gindler war, wurde durch Peggy Zeitler in die Ausbildung integriert und trägt zur fachpersönlichen Entwicklung der Pikler-Ausbildungsteilnehmerinnen bei.

Lesen Sie mehr über

Emmi Pikler

 

Anna Tardos

 

Elfriede Hengstenberg

 

„Für ein friedliches Zusammenleben der Menschen wird es in Zukunft ausschlaggebend sein, ob die Würde des Kindes im Bewusstsein der Erwachsenen einen anderen Stellenwert erhält.“

Ute Strub

* Entstehungsgeschichte des Pikler-/Hengstenberg-SpielRaums (Ute Strub)

* Was berührt uns Erwachsene am Spiel des Kindes? – Vortrag Pikler-SpielRaum-Tagung 2012 (Ute Strub)

* Eine denkwürdige Begegnung. Ute Strub zu Besuch in unserer Einrichtung (Teresa Godall. Barcelona)